Die andere Seite der Hoffnung

Diesen tollen Film des finnischen Regisseurs Aki Kaurismäki gibt es jetzt im Scala Werder zu sehen. Ein berührender, aufwühlender Film zur Sitution von Flüchtlingen in Helsinki, wovon sich einiges auf unsere Verhältnisse übertragen lässt. Erzählt wird die Geschichte eines jungen Syrers und von der praktischen Solidarität zwischen Außenseitern der Gesellschaft. Unbedingt anschauen: Film ‚Die andere Seite der Hoffnung‘

Filmposter Die andere Seite der Hoffnung

Begegnungscafé

Werderaner und Geflüchtete haben einen Raum für ein regelmäßig stattfindendes Begegnungscafé zum gegenseitigen Kennenlernen, zum Austausch und zum Deutsch lernen  am Plantagenplatz 11  im Treffpunkt (Karte) gefunden. Geplant sind auch Ausflüge und andere kleinere Veranstaltungen. Wer dabei sein möchte , ist herzlich eingeladen.

اهالي werder واللاجئين يتقابلون  
للتعارف وتبادل الافكار والاحاديث ولتعلم اللغة الالمانية
قهوة اللقاء تحدث مرة واحدة في الشهر في يوم السبت
Plantagenplatz 11 – Treffpunkt
من يريد القدوم يكون مدعواً بكل سرور

Welcome to meeting & café for get in contact with each other, talk and improve your German!

Voranmeldung über kontakt@netzwerk-neuenachbarn-werder.de ist für die Planung erwünscht . Jeder kann eine Kleinigkeit mitbringen, süß oder sauer.

Wann: jeden 4. Sonnabend im Monat um 16:00 Uhr:

  • 26.05.,  16 Uhr im Treffpunkt
  • 23.06. im Uferwerk zum ‚Tag des guten Lebens‚, Luisenstr. 17, von 14-19 Uhr Nachbarschafts-Straßenfest
  • 28.07. gemeinsames Grillen im Garten des Gemeindehauses in der Damaschkestraße
  • Weitere Termine: 25.08., 22.09., 27.10., 24.11., 22.12.

Wo:

Plantagenplatz 11, 14542 Werder (Karte)
Leitung: Sigrid Hilburg
Tel.: 03327 – 42 42 3
Mail: treffpunktwerder@evbsozial.de

Asylrecht und Flüchtlingsschutz – Demo am 18.03. in Potsdam

Liebe Gruppen, Initiativen und Aktive,

am Samstag, den 18.03.2017, ab 15 Uhr, wird es in Potsdam (ab Nauener
Tor) eine Demonstration gegen Abschiebungen und für mehr
Geflüchtetenschutz geben. Die Demo ist Teil eines bundes- und
europaweiten Aktionstages gegen Abschiebungen, besonders vor dem
Hintergrund der unsäglichen Debatte über Abschiebungen nach Afghanistan.

Den aktuellen Stand der Unterstützer*innen findet ihr hier:
https://www.facebook.com/events/1492630234080987/

Kurzversion des Aufrufs:

Asylrecht und Flüchtlingsschutz jetzt und hier!
Für das Recht zu kommen, zu gehen und zu bleiben.
Bundes- und europaweiter Aktionstag gegen Rassismus, Faschismus und
Austerität

Bund, Länder und Kommunen haben eine neue Gangart eingelegt: Sinkende
Anerkennungs- und steigende Abschiebezahlen bestimmen die aktuelle
Politik. Auch Brandenburgs Landeshauptstadt Potsdam kurbelt die
Abschiebemaschinerie an und setzt auf die Entsolidarisierung der
Gesellschaft. Dagegen rufen wir zu Protest und Widerstand auf: Asylrecht
und Flüchtlingsschutz jetzt und hier!

Samstag, 18.03.2017 in Potsdam:
Demo: 15 Uhr ab Nauener Tor
Kundgebung: 16 Uhr Landtag/Steubenplatz

Das Asylrecht ist ein Individualrecht und darf nicht durch pauschale
Bewertungen von Herkunftsländern ausgehebelt werden. Wir verlangen von
Brandenburg, sich nicht zum verlängerten Arm einer verfehlten
bundesweiten Asylpolitik zu machen. Wir fordern, dass die
Landesregierung klar und öffentlich Stellung gegen Abschiebungen in das
Kriegsgebiet Afghanistan bezieht! Afghanistan ist kein sicheres Land!

Wir fordern den Zugang zu einem fairen und individuellen Asylverfahren
statt nächtliche und unangekündigte Abschiebungen nach dem
Dublin-Abkommen! Potsdam muss Farbe bekennen und Verantwortung für hier
lebende Geflüchtete übernehmen.

Die Unterbringung von Asylsuchenden darf nicht dubiosen
Sicherheitsunternehmen obliegen. Für eine menschenwürdige Unterbringung
von Schutzsuchenden inmitten der Potsdamer und Brandenburger
Gesellschaft! Für eine Unterbringung in Wohnungen!!

 

Umweltbildungsprojekte mit Geflüchteten – Was können wir lernen?

Workshopeinladung:
Umweltbildungsprojekte mit Geflüchteten – Was können wir lernen?
Freitag, 24. März 2017 in Potsdam

In der Bewältigung des „neuen“ Alltages geht es für Geflüchtete oft darum konkrete Fragen und Hürden zu überwinden, die mit Aufenthalt, Sprache, Wohnung, Arbeit und Familie zu tun haben. Umweltthemen stehen dabei zunächst hinten an. Trotz alledem können von Umweltbildungsprojekten mit Geflüchteten wichtige Impulse ausgehen, die Integration unterstützen:
Umweltbildung informiert und klärt über nachhaltige Lebensweisen auf, die nicht nur die Natur, sondern auch den Geldbeutel schonen. Dabei können Projektarbeiten Isolation von Geflüchteten durchbrechen und die Auseinandersetzung mit dem Themenfeld Anerkennung in der Gesellschaft schaffen. Zugleich können Umweltprojekte einen sinnvollen Zeitvertreib bieten, verbunden mit der Möglichkeit Sprachkenntnisse zu erproben.
Aber was sind sinnvolle Angebote? Wie werden Angebote im Umweltbereich für Geflüchtete am besten kommuniziert? Wie werden einseitige Angebote vermieden und kulturelle Aspekte sowie persönliche Erfahrungen der Geflüchteten ausreichend gewürdigt? Welche Hürden gilt es bei der praktischen Umsetzung zu überwinden und welche besonderen regionalen Hindernisse gibt es? Wie können Geflüchtete verstärkt  von der Rolle des Konsumierenden zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren werden?

Der Workshop verschafft Einblicke in Erfolge wie auch Misserfolge von Umweltprojekten mit Geflüchteten. Diese Einblicke sollen diskutiert und weiter gedacht werden. Dazu werden vier Initiativen vorgestellt, die ihre Ansätze und Erfahrungen teilen. Neben der Vertiefung einzelner Aspekte, gibt es Raum für Fragen und Austausch. Der Workshop richtet sich vor allem an Helfende in Unterstützungsinitiativen und Geflüchtete, aber auch an alle Interessierte.

Mit

  • Boris Brokmeier, Leiter Mariaspring – Ländliche Heimvolkshochschule e. V.
  • Ibrahim AlSayed, Vorsitzender und Gründer von Salam e.V. und Mitglied Gärtnerei Hermannstr. 84
  • Julia Bar-Tal, Landwirtin Hofgemeinschaft Bienenwerder und Mitglied Saatgut für die syrische Zivilgesellschaft
  • Katharina Böhme und Lulu Dombois, Trainerinnen des Projektes „Ressourcentag“ der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung – Bundesverband e.V. (ANU)

Veranstaltungsdatum: 
Freitag, 24.03.2017
15-18 Uhr

Veranstaltungsort:
Haus der Natur
Lindenstraße 34
14467 Potsdam

Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich.

Eintritt & Anmeldung:
Die Veranstaltung ist kostenfrei, Anmeldungen bitte an: anmeldung@boell-brandenburg.de.
Weitere Infos: Heinrich Böll Stiftung Brandenburg.

Kontakt und weitere Informationen:

Kora Rösler
Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg
Dortustraße 52, 14467 Potsdam
Tel.: 0331 200 578 19
E-Mail: roesler@boell-brandenburg.de

Wir freuen uns auf Sie!

Viele Grüße
Ihre Heinrich Böll Stiftung Brandenburg

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes 4R: Refugees reduce, reuse, recycle der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg statt und wird mit Mitteln der DBU, der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, gefördert.

Gehen und Bleiben – Ein Stück über Flucht und Heimat von Maxi Obexer


Uraufführung

Gehen und Bleiben

Ein Stück über Flucht und Heimat von Maxi Obexer

Premiere 17. März in der Reithalle
Termine nur im März und April!

Unsere Welt ist in Bewegung. Immer mehr Menschen sind unterwegs, sie verlassen ihre Heimat – weil sie zur Flucht gezwungen sind oder Gründe haben, anderswo zu leben, zu studieren oder zu arbeiten. Doch was heißt es, in der Fremde neu anzufangen? Wenn man allein geht, und die Nächsten bleiben zurück? Wie verändert die neue Welt den Blick auf alles, was einem kostbar war: Familie, Freunde, Dinge, Orte, Erinnerungen? Und wie verändern auch die, die geblieben sind, ihre Blicke auf die, die gegangen sind?

Das Hans Otto Theater hat Geflüchtete und Migranten, die heute in Potsdam und der Region leben, eingeladen, über »Gehen und Bleiben« zu berichten. Aus Gesprächen mit insgesamt zwölf Beteiligten, die aus Syrien, Israel, Mazedonien, Frankreich, Russland und dem Iran kommen, erarbeiten die Autorin Maxi Obexer (»Illegale Helfer«) und der Regisseur Clemens Bechtel (»Staats-Sicherheiten«) einen Theaterabend, der auf überraschende, irritierende, heitere und traurige Weise davon erzählt, was es heißt, die Heimat zu verlassen und in der Fremde neu anzufangen.

Info und Karten

Flüchtlinge erzählen: dankbar – wütend

 
 
Die vier Filme sind von Geflüchteten aus Syrien, Afghanistan, Pakistan und dem Iran gemeinsam mit Filmemacher*innen aus Deutschland, Russland und den USA im Rahmen eines Projekts der ‚Stiftung Partnerschaft mit Afrika e.V.‘ realisiert worden. Es wurde vom Ministerium für  Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (MASGF) und dem ‚Bündnis für Brandenburg‘ finanziert. Ziel des Projekts war die gemeinsame, kultur- und geschlechterübergreifende Erarbeitung von Themen für die Filme, die filmische Umsetzung (Script, Dreh) und Postproduktion (Schnitt, Ton, Übersetzung, Untertitel etc.). So entstanden vier thematisch und konzeptuell sehr unterschiedliche Filme, die in verschiedenen Formaten (dokumentarische Reportage, biographisches Storytelling, Alltagserfahrungen als Spielhandlung) die Situation in den Heimatländern, Flucht, Erfahrungen in Deutschland und Hoffnungen auf ein Leben innerhalb unserer Gesellschaft zur Sprache bringen. 
 
Ergänzt werden diese Filme durch ein ‚making of‘, das einen Eindruck von der Arbeit der vier Filmteams vermitteln soll, und Interviews, in denen die Filmemacher*innen über ihre Motivation, ihre Erfahrungen mit partizipatorischem Video und die Konsequenzen berichten, die sie für sich aus der gemeinsamen Arbeit mit Geflüchteten ziehen – und nicht zuletzt die Botschaft formulieren, die sie mit ihren Filmen verbinden.

Willkommen ohne Paternalismus.

Hilfe und Solidarität in der Unterstützungsarbeit

Titelbild_Willkommen

Seit dem sogenannten Sommer der Migration 2015 rücken die Themen Migration und Flucht zunehmend in den Fokus gesamtgesellschaftlicher Aufmerksamkeit. Europaweit gründeten sich viele neue Gruppen, um Menschen auf der Flucht zu unterstützen und ihnen die Aufnahme zu erleichtern. Doch einige Geflüchteten-Selbstorganisationen kritisieren: „Die Hilfe war am Anfang gut. Aber Essen und Kleidung sind nicht genug.“

In der 80-seitigen Publikationen gehen wir aus vielfältigen Perspektiven auf die Phänomene Flucht, Migration, Hilfe und Solidarität ein. glokal e.V. bietet seit Jahren Seminare zu Rassismuskritik, Diskriminierungssensibilisierung und Empowerment an, auch für Geflüchteten-Unterstützungsgruppen. Aus dieser Erfahrung heraus sprechen wir Probleme an, die oft in Unterstützungsgruppen auftauchen und welche Ansätze es zu deren Überwindung gibt. Wir erweitern den thematischen Rahmen, in dem meist über Flucht, Migration, Macht und Rassismus gesprochen wird. Detailliert wird die Selbstorganisation Geflüchteter seit den 1990er Jahren in Deutschland behandelt, in Berichten und Interviews analysieren refugee-Aktivist*innen und andere Menschen mit Fluchterfahrung das Abschottungs- und Lagersystem, sowie Unterstützungsstrukturen.

Abschließend unterstützt eine ausführliche Reflexions- und Praxishilfe die Leser*innen aus Unterstützungsgruppen bei der Analyse und Transformation des eigenen Engagements.

Bestellungen: http://www.glokal.org/publikationen/willkommen-ohne-paternalismus/