Zuhause für junge Erwachsene gesucht

Das Jugendamt Potsdam-Mittelmark ist derzeit auf der Suche nach Unterbringungsmöglichkeiten für inzwischen volljährig gewordene unbegleitete Flüchtlinge, die aus den Clearing-Stellen des Landkreises für Minderjährige ausziehen müssen.

Gesucht werden neben betreutem Jugendwohnen auch WG-Zimmer oder Zimmer in Familien im Umkreis von Potsdam-Mittelmark (auch Potsdam, BRB, Havelland, TF). Es betrifft akut ca. 10 junge Menschen, die aus verschiedenen Ländern kommen.

Wenn Sie Interesse oder Fragen haben, können Sie sich an Frau Tsukamato wenden:
Akiko Tsukamoto, Sozialarbeiterin Landkreis Potsdam-Mittelmark Fachdienst Kinder/Jugend/Familie (UmA) Lankeweg 4, 14513 Teltow Tel.: 03328- 31 8243 (Fax 8250), 0160 47 17 043 akiko.tsukamoto@potsdam-mittelmark.de

Flüchtlingsunterkunft auf der Jugendhöhe in Werder

Die Potsdamer Neueste Nachrichten haben dazu berichtet:

Die Flüchtlingsunterkunft auf der Jugendhöhe in Werder (Havel) wird weiter umgebaut. Ursprünglich sollten bereits im März dieses Jahres die ersten Flüchtlinge in das ehemalige Lehrlingsheim einziehen. Zuletzt war der 1. Juli als Termin im Gespräch, erzählt Landkreissprecher Schwinzert. Doch da die Bauarbeiten noch andauern, wird auch dieser Termin „wohl eher nicht“ eingehalten werden können. Der Umbau auf der Jugendhöhe soll den „Wohncharakter“ des Heims forcieren. Langfristig sollen dort Sozialwohnungen entstehen.

Mit Flüchtlingspatenschaft syrische Familien bei der Zusammenführung helfen

Der Berliner Verein Flüchtlingspaten Syrien e.V. leistet einen tollen Beitrag, um Angehörige von Geflüchteten auf legalen Wege statt über die schrecklichen Flüchtlingsrouten  nach Deutschland zu holen. Aus der Selbstdarstellung des Vereines:

Tausende haben bei der gefährlichen Flucht aus Syrien übers Mittelmeer ihr Leben gelassen; nun sind die Fluchtrouten dicht, und viele Familienangehörige – oft Kinder, Alte und Kranke – mussten in Syrien zurückgelassen werden. Gerade sie sind durch die Gewaltexzesse, zerstörte Infrastruktur und Hunger in äußerster Gefahr. Ihre einzige Hoffnung: ihren Angehörigen auf legalem Wege zu folgen. Dies ist auf Grundlage mancher Landesaufnahmeprogramme zwar noch möglich, doch nur, wenn gut verdienende Bürgen hier anstelle des Staates für fünf Jahre den Lebensunterhalt und die Miete zahlen. Das schreckt manche/n ab, eine solche Verpflichtungserklärung zu unterschreiben.

Hier setzen wir, die Flüchtlingspaten Syrien e.V., an. Wir organisieren überall im Land Patenschaften. Ab 10 €/Monat kann man Patin/Pate werden. Jeder einzelne Cent davon geht ohne Abzüge in den Unterstützungspool! Mit ihm unterstützen wir direkt nachgekommene Angehörige syrischer Flüchtlinge (z.B. Finanzierung des sicheren Fluges nach Deutschland, der Wohnung, des Lebensunterhaltes und von Sprach- und Integrationskursen). Mit über 50 Ehrenamtlichen organisieren wir eigene Sprachkurse und Familienlotsen – und sorgen zugleich dafür, dass die Flüchtlinge auf staatliche Leistungen gar nicht erst angewiesen sind!

Je mehr dauerhafte Patinnen und Paten wir finden, um so mehr Menschen können mithilfe von Bürgschaften aus Syrien gerettet werden. Für 197 Menschen realisieren wir schon – mit der Hilfe von rund 160 Menschen, die unterschrieben haben, und mehr als 4.000 Patenschaften – diesen rettenden Weg! Je mehr Patenschaften wir bekommen, um so mehr nachhaltige Hilfe ist uns möglich – und um so mehr Menschen können wir legal und sicher direkt aus Syrien hierher retten.

Spenden hier!

Deutschlandradio hat unter ‚Berliner Paten bürgen für Flüchtlinge‘ darüber berichtet.

Teurer Geldtransfer ins Ausland

Ein großes Anliegen von Geflüchteten und Migranten ist ihre Angehörigen in der Heimat finanziell zu unterstützen. Aber Geld z.B. nach Syrien zu überweisen ist teuer und kompliziert. Die Seite www.geldtransfair.de bietet die Möglichkeit verschiedene Anbieter zu vergleichen. Bitte weist Geflüchtete auf diese Seite hin. 

Ein guter Hintergrundbericht zu dieser Problematik gab es Anfang Mai im Deutschlandfunk: Weltweiter Bargeldtransfer – So kommt der Euro zur Familie

Die andere Seite der Hoffnung

Diesen tollen Film des finnischen Regisseurs Aki Kaurismäki gibt es jetzt im Scala Werder zu sehen. Ein berührender, aufwühlender Film zur Sitution von Flüchtlingen in Helsinki, wovon sich einiges auf unsere Verhältnisse übertragen lässt. Erzählt wird die Geschichte eines jungen Syrers und von der praktischen Solidarität zwischen Außenseitern der Gesellschaft. Unbedingt anschauen: Film ‚Die andere Seite der Hoffnung‘

Filmposter Die andere Seite der Hoffnung

Begegnungscafé

Werderaner und Geflüchtete haben einen Raum für ein regelmäßig stattfindendes Begegnungscafé zum gegenseitigen Kennenlernen, zum Austausch und zum Deutsch lernen  am Plantagenplatz 11  im Treffpunkt (Karte) gefunden. Geplant sind auch Ausflüge und andere kleinere Veranstaltungen. Wer dabei sein möchte , ist herzlich eingeladen.

أهالي مدينه فردر واللاجئون يتقابلون 
للتعارف وتبادل الافكار والاحاديث ولتعلم اللغة الالمانية
قهوة اللقاء تحدث مرة واحدة في الشهر في يوم السبت
Plantagenplatz 11 – Treffpunkt
من يريد القدوم يكون مدعواً بكل سرور

Welcome to meeting & café for get in contact with each other, talk and improve your German!

Voranmeldung über kontakt@netzwerk-neuenachbarn-werder.de ist für die Planung erwünscht . Jeder kann eine Kleinigkeit mitbringen, süß oder sauer.

Wann: jeden 4. Sonnabend im Monat um 16:00 Uhr  – die Termine für 2019 sind noch in Planung

Wo:

Plantagenplatz 11, 14542 Werder (Karte)
Leitung: Sigrid Hilburg
Tel.: 03327 – 42 42 3
Mail: treffpunktwerder@evbsozial.de

Asylrecht und Flüchtlingsschutz – Demo am 18.03. in Potsdam

Liebe Gruppen, Initiativen und Aktive,

am Samstag, den 18.03.2017, ab 15 Uhr, wird es in Potsdam (ab Nauener
Tor) eine Demonstration gegen Abschiebungen und für mehr
Geflüchtetenschutz geben. Die Demo ist Teil eines bundes- und
europaweiten Aktionstages gegen Abschiebungen, besonders vor dem
Hintergrund der unsäglichen Debatte über Abschiebungen nach Afghanistan.

Den aktuellen Stand der Unterstützer*innen findet ihr hier:
https://www.facebook.com/events/1492630234080987/

Kurzversion des Aufrufs:

Asylrecht und Flüchtlingsschutz jetzt und hier!
Für das Recht zu kommen, zu gehen und zu bleiben.
Bundes- und europaweiter Aktionstag gegen Rassismus, Faschismus und
Austerität

Bund, Länder und Kommunen haben eine neue Gangart eingelegt: Sinkende
Anerkennungs- und steigende Abschiebezahlen bestimmen die aktuelle
Politik. Auch Brandenburgs Landeshauptstadt Potsdam kurbelt die
Abschiebemaschinerie an und setzt auf die Entsolidarisierung der
Gesellschaft. Dagegen rufen wir zu Protest und Widerstand auf: Asylrecht
und Flüchtlingsschutz jetzt und hier!

Samstag, 18.03.2017 in Potsdam:
Demo: 15 Uhr ab Nauener Tor
Kundgebung: 16 Uhr Landtag/Steubenplatz

Das Asylrecht ist ein Individualrecht und darf nicht durch pauschale
Bewertungen von Herkunftsländern ausgehebelt werden. Wir verlangen von
Brandenburg, sich nicht zum verlängerten Arm einer verfehlten
bundesweiten Asylpolitik zu machen. Wir fordern, dass die
Landesregierung klar und öffentlich Stellung gegen Abschiebungen in das
Kriegsgebiet Afghanistan bezieht! Afghanistan ist kein sicheres Land!

Wir fordern den Zugang zu einem fairen und individuellen Asylverfahren
statt nächtliche und unangekündigte Abschiebungen nach dem
Dublin-Abkommen! Potsdam muss Farbe bekennen und Verantwortung für hier
lebende Geflüchtete übernehmen.

Die Unterbringung von Asylsuchenden darf nicht dubiosen
Sicherheitsunternehmen obliegen. Für eine menschenwürdige Unterbringung
von Schutzsuchenden inmitten der Potsdamer und Brandenburger
Gesellschaft! Für eine Unterbringung in Wohnungen!!

 

Umweltbildungsprojekte mit Geflüchteten – Was können wir lernen?

Workshopeinladung:
Umweltbildungsprojekte mit Geflüchteten – Was können wir lernen?
Freitag, 24. März 2017 in Potsdam

In der Bewältigung des „neuen“ Alltages geht es für Geflüchtete oft darum konkrete Fragen und Hürden zu überwinden, die mit Aufenthalt, Sprache, Wohnung, Arbeit und Familie zu tun haben. Umweltthemen stehen dabei zunächst hinten an. Trotz alledem können von Umweltbildungsprojekten mit Geflüchteten wichtige Impulse ausgehen, die Integration unterstützen:
Umweltbildung informiert und klärt über nachhaltige Lebensweisen auf, die nicht nur die Natur, sondern auch den Geldbeutel schonen. Dabei können Projektarbeiten Isolation von Geflüchteten durchbrechen und die Auseinandersetzung mit dem Themenfeld Anerkennung in der Gesellschaft schaffen. Zugleich können Umweltprojekte einen sinnvollen Zeitvertreib bieten, verbunden mit der Möglichkeit Sprachkenntnisse zu erproben.
Aber was sind sinnvolle Angebote? Wie werden Angebote im Umweltbereich für Geflüchtete am besten kommuniziert? Wie werden einseitige Angebote vermieden und kulturelle Aspekte sowie persönliche Erfahrungen der Geflüchteten ausreichend gewürdigt? Welche Hürden gilt es bei der praktischen Umsetzung zu überwinden und welche besonderen regionalen Hindernisse gibt es? Wie können Geflüchtete verstärkt  von der Rolle des Konsumierenden zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren werden?

Der Workshop verschafft Einblicke in Erfolge wie auch Misserfolge von Umweltprojekten mit Geflüchteten. Diese Einblicke sollen diskutiert und weiter gedacht werden. Dazu werden vier Initiativen vorgestellt, die ihre Ansätze und Erfahrungen teilen. Neben der Vertiefung einzelner Aspekte, gibt es Raum für Fragen und Austausch. Der Workshop richtet sich vor allem an Helfende in Unterstützungsinitiativen und Geflüchtete, aber auch an alle Interessierte.

Mit

  • Boris Brokmeier, Leiter Mariaspring – Ländliche Heimvolkshochschule e. V.
  • Ibrahim AlSayed, Vorsitzender und Gründer von Salam e.V. und Mitglied Gärtnerei Hermannstr. 84
  • Julia Bar-Tal, Landwirtin Hofgemeinschaft Bienenwerder und Mitglied Saatgut für die syrische Zivilgesellschaft
  • Katharina Böhme und Lulu Dombois, Trainerinnen des Projektes „Ressourcentag“ der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung – Bundesverband e.V. (ANU)

Veranstaltungsdatum: 
Freitag, 24.03.2017
15-18 Uhr

Veranstaltungsort:
Haus der Natur
Lindenstraße 34
14467 Potsdam

Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich.

Eintritt & Anmeldung:
Die Veranstaltung ist kostenfrei, Anmeldungen bitte an: anmeldung@boell-brandenburg.de.
Weitere Infos: Heinrich Böll Stiftung Brandenburg.

Kontakt und weitere Informationen:

Kora Rösler
Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg
Dortustraße 52, 14467 Potsdam
Tel.: 0331 200 578 19
E-Mail: roesler@boell-brandenburg.de

Wir freuen uns auf Sie!

Viele Grüße
Ihre Heinrich Böll Stiftung Brandenburg

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes 4R: Refugees reduce, reuse, recycle der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg statt und wird mit Mitteln der DBU, der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, gefördert.