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Festumzug zum 140. Baumblütenfest in Werder am 27.04.2019

In diesem Jahr hat sich das NNNW gemeinsam mit dem Aktionsbündnis -Weltoffenes Werder – am Festumzug beteiligt. 

Henriette und Editha haben für ein eigenes Netzwerk- Banner gesorgt. Kinder haben ein Schild gemalt. Maryam aus dem Wohnheim Werder mit ihren iranischen Freunden aus Henningsdorf haben sich dem bunten Treiben des Festumzuges gern angeschlossen. Ein gemeinsames Foto mit der Baumblütenkönigin Werder war natürlich ein Höhepunkt des Tages.

Im Anschluss haben wir uns auf der Bismarkhöhe mit weiteren Familien des Wohnheimes, Schubertstraße getroffen und bei Musik, Tanz und auch ein wenig Obstwein einen lustigen Nachmittag verbracht.



Einladung zur Teilnahme am Festumzug zur Baumblüte am 27.04.2019

Liebe Netzwerker, liebe Neue Nachbarn und Freunde,
in diesem Jahr nehmen wir  gemeinsam mit der Initiative -Weltoffenes Werder- am Festumzug zur Baumblüte teil. Wer Lust und Zeit hat ist herzlich Willkommen, sich uns anzuschließen. Treffpunkt:  Sonnabend, den 27.04.2019  um 12:00 Uhr                  Stellplatz 17 in der Moosfenstraße, 14542 Werder

gez. Koordinationsgruppe NNNW

Begegnungscafè am 23.03.2019 im Treffpunkt Werder.


Unser monatliches Begegnungscafè fand wieder großen Zuspruch.
Fatima mit Familie, Maryam und 2 weitere Frauen aus dem Wohnheim, Mos Bekannter aus Berlin, ein Student der Politikwissenschaften aus Afghanistan und viele Netzwerker haben sich getroffen. Bei Cafè, Tee, Kuchen, Gebäck und Obst wurde viel erzählt und neue Kontakte konnten geknüpft werden.

Die Kinder haben – Mensch ärgere dich nicht- gespielt.

Die Zeit ist wieder viel zu schnell vergangen. Wir freuen uns auf das nächste Treffen am 27.04.2019 um 16:00 Uhr.

gez. Gudrun

Patenschaften und Freundschaften

Begegnungen mit Geflüchteten

Beim Begegnungscafé sprach mich ein Mann einer geflüchteten Familie aus dem muslemischen Kulturkreis an, der dringend Gesprächspartner suchte, um besser Deutsch zu lernen. Meine Frau und ich luden die Familie daraufhin zum Essen ein. Trotz sprachlicher Schwierigkeiten waren wir uns gleich sympathisch. Seitdem treffen wir uns regelmäßig und haben uns immer mehr angefreundet, wobei die Treffen meistens in der Wohnung unserer neuen Freunde stattfinden. Das ist für die Kinder einfacher, weil sie sich bei uns leicht langweilen. Besonders schön waren gemeinsame Ausflüge, wobei sich einmal auch erwachsene Kinder von uns angeschlossen haben. Wir waren in der Biosphäre, im Volkspark und im Naturkundemuseum in Potsdam. Besonders der Besuch im Naturkundemuseum bot viel Gesprächsstoff, weil von den dort ausgestellten Tierarten zumindest ähnliche Arten auch im Heimatland unserer neuen Freunde vorkommen. Viel Spaß hat die vom Flüchtlingsnetzwerk organisierte gemeinsame Bootsfahrt um die Inselstadt gemacht.

Insgesamt hat sich der Kontakt sehr unkompliziert und freundschaftlich entwickelt. Dabei stören weder unser Altersunterschied, noch unsere unterschiedlichen Traditionen. Sie sind eher eine Bereicherung, weil wir uns gegenseitig viele Erfahrungen und Anschauungen mitteilen können, die für uns neu sind und uns Stoff zum Nachdenken liefern. Natürlich können wir unsere neuen Freunde auch bei vielen Dingen des Alltags unterstützen, weil wir uns hier eben viel besser auskennen als sie.

Ich selbst bin mehrfach im Ausland gewesen, auch beruflich, unter anderen in Ländern Lateinamerikas. Ich bin dort immer wieder Menschen begegnet, die mich unaufdringlich und selbstverständlich unterstützt haben und mir so halfen, mein Fremdsein zu überwinden. Mich würde es deshalb sehr freuen, wenn ich jetzt selbst dazu beitragen könnte, dass sich Fremde in meinem Land wohlfühlen.

Manfred

Lesepatenschaft

Ich habe letzten Freitag das erste Mal das syrische Mädchen G. getroffen und mit ihr lesen geübt. Wir treffen uns jetzt erst mal jeden Freitag Nachmittag für eine Stunde im Hort der Grundschule und ziehen uns in einen leeren Raum zurück.
Es hat viel Spaß gemacht und der Kontakt mit der Lehrerin war sehr nett. Die Schulleiterin Frau Lidzba sprach mich im Nachhinein an und erzählte mir, dass es einige Kinder an der Schule gibt, die Bedarf haben.
Vielleicht gibt es noch mehr Freiwillige, die sich vorstellen könnten, Lesepat*innen zu werden?

Judith

Man muss Helfer sein wollen (nicht Vormund!)

… und sich für die Menschen, ihre Kultur und die vielschichtigen Probleme bei ihrem Ankommen hier in Deutschland interessieren und vor allem bereit sein, Zeit (manchmal viel Zeit) für die Familie zu „spenden“ .
Man muss Hilfe immer wieder anbieten und immer wieder Vorschläge machen, denn die (meisten) Familien wollen nicht zur Last fallen, nicht zuviel verlangen und müssen auch erst lernen Hilfe anzunehmen ohne täglich hundert mal DANKE zu sagen oder sich zu schämen. Sie und wir müssen lernen, Vorschläge auch ehrlich abzulehnen und die Ablehnung gemachter Vorschläge zu akzeptieren.
Man muss als Helfer auch flexibel sein – und das nicht nur zeitlich!- , man muss recht oft auch Frust ertragen ( beim Umgang mit Behörden oder einfach ablehnenden Menschen, Frust über investierte Zeit, die am Ende nicht zum gewünschten Erfolg führte, Frust über Missverständnisse, die Umstände, die Langsamkeit der Verfahren …) und man muss den Frust wegstecken können und weitermachen und kann/ darf nicht so schnell das Handtuch werfen! Viel Geduld ist nötig!
Man kann aber auch versuchen die Hilfe am Anfang mit der betreuten Familie genau abzugrenzen auf ganz bestimmte Bereiche – dann würde ich es aber nicht „Patenschaft“ nennen. Ich glaube, es ist auch sehr schwer das „Hilfsgebiet“ genau abzustecken, wenn man Augen hat und sieht, wo überall Hilfe nötig ist. Und wenn man sich mal versucht in die Lage dieser Familie zu versetzen, dann kann man eigentlich gar nicht „Nichthelfen“. Und was man selbst nicht leisten kann, dazu sucht man dann andere Ansprechpartner für die Familie. Das ist nicht unwichtig: man muss darauf achten, was und wieviel man selbst leisten kann. Man muss „Selbstachtsamkeit“ haben oder lernen.
Anders als bei anderen Formen der Hilfe (Deutschunterricht oder Organisieren von Ausflügen, Treffen, … oder Gespräche mit Verwaltungen über generelle Probleme … usw) erfährt man sehr tiefe Einblicke in die Familie und gibt meist fast automatisch auch entsprechend mehr von sich selbst preis.
Man lernt selbst sehr viel dabei- z.B. auch über sich selbst , auch über unser Land und seinen Umgang mit Menschen, man lernt viele Menschen kennen beim Helfen beim Lösen der Probleme der Familie -, weil die Formen der Hilfe vorher nicht berechenbar sind.
Und es ist schön zu sehen, welche kleinen und größeren Fortschritte die Menschen machen und wie sie ganz langsam unabhängig werden von der gegebenen Hilfe. Auch loslassen in die Selbstständigkeit muss man dann rechtzeitig und in kleinen Schritten.
Und wenn man Glück hat, erfährt man immer wieder mal von den Erfolgen auf dem Weg der Integration. Und bei noch mehr Glück wird es eine freundschaftliche Beziehung mit gegenseitigen Einladungen und Besuchen, mit gegenseitigem Geben und Nehmen- was es eigentlich von Anfang an ist, aber später eine andere Stufe erreicht.

Sibylle

Frauenfrühstück jeden Freitag im Wohnheim Schubertstraße

Zum 3. Mal trafen sich heute am 08.März viele Frauen und Mädchen der unterschiedlichen Nationen im Gemeinschaftsraum des Wohnheimes in der Schubertstraße. Frauenfrühstück! Editha und Gudrun vom Netzwerk Neue Nachbarn Werder waren dabei. Jeder brachte etwas zu essen mit. Herzhaftes, Süßes und Obst wurden verspeist. Es wurde erzählt und gelacht und auch getanzt.Frauen unter sich, auch das ist dann und wann sehr schön, eben Frauentag.



Kinobesuch am 26.01.2019

Am Samstag, den 26.01.19 waren geflüchtete Familien des Wohnheimes Schubertstraße und Familien, die schon länger in Werder leben zu einem Kinobesuch eingeladen.  36 Kinder und Erwachsene haben im Kino SCALA in Werder den Kinderfilm aus der Serie „Pettersson Findus- Findus zieht um“ gesehen.
Es war ein gelungener Jahresbeginn und hat allen viel Freude gemacht.

Weihnachtsfeier in der Schubert Straße

                          

Am Samstag, den 15.12.2018 haben wir uns im Wohnheim in der Schubert- Straße mit ca 40 geflüchteten Kindern und deren Mütter und Väter zum Weihnachtsbacken getroffen.
Alle hatten viel Spaß am ausrollen des Teiges und ausstechen der Plätzchen. Stern, Monde und viele andere weihnachtliche Motive dufteten aus den Herden der Gemeinschaftsküche über den ganzen Flur.

                    

Als die Arbeit getan war wurde alles verspeist. Ein weihnachtlich gedeckter Tisch mit Mandarinen und anderen Leckereien, Saft, Kaffee und Tee erfreute Groß und Klein.

Bei lauter Musik aus der Heimat der Kinder wurde viel gelacht und getanzt.
Es war für alle ein gelungener vorweihnachtlicher Nachmittag.

                  

Ein großer Dank gilt auch der Heimleiterin Frau Nebieridze für die umsichtige Unterstützung.

Wir wünschen allen Aktiven und Unterstützern des Netzwerkes Neue Nachbarn Werder ein frohes und gesundes Weihnachtsfest und ein glückliches Jahr 2019.

Unsere Neuen Nachbarn brauchen auch weiterhin viel Unterstützung, um sich in unserer schönen Stadt Werder zu Hause fühlen zu können.

Gudrun Lehmann
i.A. Netzwerk Neue Nachbarn Werder

Begegnungscafé im Treffpunkt am Plantagenplatz am 24.11.2018

Am Samstag, den 24.11. ab 16.00 Uhr  fand wieder unser monatliches Begegnungscafé im Treffpunkt am Plantagenplatz statt. Zuerst befürchteten wir schon es würde niemand kommen, aber wir hatten den Termin auch in der Schubertstr. 18 ausgehängt, in der Hoffnung es würde jemand Lust haben vorbeizuschauen. Und tatsächlich trafen dann doch 13 Personen aus Afghanistan, Tschetchenien und Syrien ein. Das war sehr schön, da alle frisch in die Schubertstr. aus Brück und Teltow nach Werder gezogen waren und auch von dort ehrenamtlich tätigen Menschen begleitet wurden.Dadurch konnten wir uns nicht nur mit den Geflüchteten bekanntmachen, sondern uns auch mit den Helfern aus anderen Gegenden austauschen und einiges erfahren. Daraus entstehende Fragen haben wir gleich an den Landkreis weitergegeben mit der Bitte um Informationen.

In der Unterkunft gibt es zur Zeit mehrere schwangere Frauen, auch hier konnten wir umgehend die Vertreterin des“ Netzwerkes gesunde Kinder in Potsdam-Mittelmark“ informieren, die die Begleitung bei der Betreuung übernimmt.

Wir haben auch unser Angebot eines Malnachmittags für Kinder in der Unterkunft besprochen  und sind nun gespannt auf Montag nachmittag, wenn wir den Kindern ein Angebot mit Farben und Papier machen können zum Malen von Bildern,  die die langen weißen Flure  verschönern sollen.

Insgesamt war es ein anregender Nachmittag für alle.

Nächstes Begegnungscafé am Sa 26.5. im Treffpunkt

Werderaner und Geflüchtete haben einen Raum für ein regelmäßig stattfindendes Begegnungscafé zum gegenseitigen Kennenlernen, zum Austausch und zum Deutsch lernen  am Plantagenplatz 11  im Treffpunkt (Karte). Wir möchten euch herzlich einladen zum nächsten Begegnungscafé am Samstag 26.5. um 16 Uhr.

Voranmeldung über kontakt@netzwerk-neuenachbarn-werder.de ist für die Planung erwünscht. Jeder kann eine Kleinigkeit mitbringen, süß oder sauer.

Weitere Termine des Begegnungscafé zum Vormerken:

  • 23.06. im Uferwerk zum ‚Tag des guten Lebens‚, Luisenstr. 17, von 14-19 Uhr: Nachbarschafts-Straßenfest
  • 28.07. gemeinsames Grillen im Garten des Gemeindehauses in der Damaschkestraße

Außerdem möchten wir auf folgende Veranstaltung hinweisen:

Radikale und populistische Rechte in Potsdam-Mittelmark
24. Mai, 19 Uhr,Klimawerkstatt Werder (Luisenstr. 16 in Werder)
Eintritt frei

Vortrag und Diskussion mit Jonas Frykman (Aktionsbündnis Brandenburg) Jonas Frykman beleuchtet an diesem Abend die Akteure der Neonazi-Szene im Landkreis und stellt die populistische Strategie der neuen rechten Bewegung vor, die sich um Pegida, Identitäre und AfD gebildet hat. Welche konkreten Folgen der Rechtspopulismus für die Demokratie haben und was jede und jeder für ein friedliches Zusammenleben tun kann, ist Thema der anschließenden Diskussion. Das Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit ist ein Zusammenschluss von 73 Verbänden, Bürgerinitiativen und Persönlichkeiten Brandenburgs. Die Veranstaltung findet in Kooperation der Klimawerkstatt Werder mit dem Aktionsbündnis Weltoffenes Werder statt. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Vorbereitungen auf die „Aktionswoche weltoffenes Werder“ vom 1.-8. September statt.

Begegnungscafé wird 2018 fortgesetzt

Das monatliche ‚Begegnungscafé‘ mit Geflüchteten und Werderaner war für alle Beteiligten immer wieder eine schöne und bereichernde Erfahrung. Wir haben uns entweder zum Plausch und Austausch im Treffpunkt Werder zusammengefunden. Oder wir haben gemeinsame Ausflüge ins Museum oder in den Zoo gemacht.

Das wollen wir auch 2018 fortsetzen. Siehe: https://netzwerk-neuenachbarn-werder.de/begegnungscafe/

Wir freuen uns über jede*n, der*die dazu kommt!

Ein gutes 2018 wünscht das Netzwerk Neue Nachbarn Werder